Wie lange reichen CHF 500’000?
Das hängt von Entnahme, Wachstum und Preissteigerung ab. Mit CHF 2’500 im Monat, die mit 2 % Preissteigerung mitwachsen, reichen CHF 500’000 bei 2 % Wachstum 16 Jahre und 8 Monate, bei 4 % 20 Jahre und 2 Monate und bei 6 % 26 Jahre und 9 Monate. Mit CHF 2’000 im Monat sind es bei 2 % Wachstum 20 Jahre und 10 Monate, mit CHF 3’000 13 Jahre und 10 Monate. Renten aus AHV und Pensionskasse sowie Steuern sind nicht eingerechnet.
Wie viel kann ich monatlich entnehmen?
Aus CHF 500’000 kannst du bei 4 % Wachstum 25 Jahre lang CHF 2’619.48 im Monat entnehmen, wenn der Betrag gleich bleibt. Soll er mit 2 % Preissteigerung mitwachsen, sind es zu Beginn CHF 2’108.99. Danach ist das Guthaben aufgebraucht. Wähle im Rechner „Mögliche Entnahme“; mit einem Wunsch-Restguthaben bleibt am Ende eine Reserve übrig.
Warum soll die Entnahme mit den Preisen steigen?
Weil du dir sonst jedes Jahr weniger leisten kannst. Bei 2 % Preissteigerung braucht es nach 16 Jahren und 8 Monaten bereits CHF 3’472 im Monat für das, was heute CHF 2’500 kostet. Bleibt die Entnahme bei CHF 2’500, reicht das Geld zwar 20 Jahre und 2 Monate statt 16 Jahre und 8 Monate, aber die Kaufkraft der Entnahme sinkt laufend. Fincalc erhöht die Entnahme deshalb standardmässig; du kannst das abschalten.
Mehr dazu: Inflationsrechner · Rendite nach Inflation
Was ist die 4-%-Regel, und gilt sie in der Schweiz?
Die Regel stammt aus US-Studien der 1990er-Jahre: Wer im ersten Jahr 4 % des Vermögens entnimmt und den Betrag danach der Teuerung anpasst, kam mit amerikanischen Aktien und Obligationen in den untersuchten 30-Jahres-Zeiträumen meist durch. Bei CHF 500’000 wären das rund CHF 1’667 im Monat. Mit konstanten Annahmen gerechnet reichen sie bei 2 % Wachstum und 2 % Preissteigerung 25 Jahre, bei 4 % Wachstum 34 Jahre und 3 Monate. Die Regel ist keine Garantie: Sie beruht auf US-Daten, rechnet ohne Kosten und Steuern und sagt nichts über Schweizer Renditen oder deine Anlage aus.
Quelle: Wikipedia (englisch): Trinity study, zu Cooley, Hubbard und Walz (AAII Journal, 1998)
Warum verkürzen schwankende Renditen die Reichweite?
Fincalc rechnet jedes Jahr mit demselben Wachstum. In Wirklichkeit schwanken Erträge, und bei Entnahmen zählt die Reihenfolge: Fällt der Wert kurz nach Beginn, entnimmst du aus einem kleineren Guthaben, und spätere gute Jahre wirken auf weniger Geld. Dieselbe Durchschnittsrendite kann deshalb deutlich früher zu einem leeren Konto führen. Rechne darum vorsichtig und vergleiche mehrere Wachstumsannahmen; der Rechner zeigt sie nebeneinander.
Mehr dazu: Durchschnittliche und tatsächliche Rendite
Wie stark wirken Kosten bei der Entnahme?
Kosten wirken wie ein tieferes Wachstum. Mit CHF 2’500 im Monat, 4 % Wachstum und 2 % Preissteigerung reichen CHF 500’000 ohne Kosten 20 Jahre und 2 Monate, mit 1 % Kosten pro Jahr nur 18 Jahre und 2 Monate.
Mehr dazu: Wie Fondskosten wirken
Warum zeigen Entnahmerechner unterschiedliche Ergebnisse?
Meist wegen zweier Konventionen, nicht wegen Rechenfehlern. Erstens erhöhen viele Rechner die Entnahme nur einmal im Jahr, Fincalc dagegen jeden Monat ein wenig. Bei CHF 500’000, CHF 2’500 im Monat, 4 % Wachstum und 2 % Preissteigerung reicht das Geld mit jährlicher Erhöhung 20 Jahre und 5 Monate, mit monatlicher 20 Jahre und 2 Monate. Zweitens zählen manche Rechner den letzten, nur teilweise gedeckten Monat mit; Fincalc nennt die voll gedeckten Entnahmen. Ohne Erhöhung stimmen die Ergebnisse überein.
Mehr dazu: Warum Sparrechner abweichen
Kann ich Kapital aus Säule 3a oder Pensionskasse einrechnen?
Ja, als Einmalzahlung: Mit „+ Einmalzahlung hinzufügen“ trägst du Betrag, Monat und Jahr ein, zum Beispiel für gestaffelt bezogene 3a-Guthaben oder ein Erbe. Die Zahlung kommt am Monatsende dazu, vor der Entnahme dieses Monats. Trage den Betrag nach Steuern ein; Fincalc berechnet keine Kapitalbezugssteuer.
Mehr dazu: Säule 3a berechnen
Stand: 18. September 2026. Alle Beträge berechnet mit Fincalc (Rechenversion exact-monthly-2-withdrawal), einem kostenlosen Rechner von Horizon Technologies GmbH. Inhaltlich verantwortlich: Markus Birri, Geschäftsführer.